Fangopackung

Definition laut Anlage 1a zu den Rahmenempfehlungen nach § 125 Abs. 1 SGB V vom 1. August 2001 in der Fassung vom 1. Juni 2006
Mit Paraffinen und/oder Peloiden (z. B. Fango) einschließlich der erforderlichen Nachruhe.
Behandlung durch Wärmeleitung mittels erhitzter Paraffin- bzw. Paraffin-Peloid-Gemischen oder mit wasserhaltigen Peloiden, z. B. Moor, Pelose, Fango oder Schlick. Zur Aufbereitung der Packungen sind spezielle Aufbereitungsanlagen notwendig. Bei Verwendung von Paraffin bzw. Paraffin-Peloid-Gemischen kann die Packungsmasse nach entsprechender Definition durch mindestens vierstündiges Erhitzen auf 130° C mehrfach wiederverwendet werden. Bei der Anwendung von Moor-, Pelose-, Fango- oder Schlickpackungen kann das Packungsmaterial nur für denselben Patienten wieder verwendet werden, sofern es in geeigneten und namentlich gekennzeichneten Behältern aufbewahrt wurde.
Therapeutische Wirkung:
Arterielle Hyperämie, Stoffwechselsteigerung,
Muskeldetonisierung.
Verbesserung der Dehnfähigkeit von bindegewebigen Strukturen.
Reflektorische Reaktionen auf innere Organe.
Schmerzdämpfung.
Vegetativ/psychische Entspannung bei großflächiger Wärmeapplikation.
Als ergänzendes Heilmittel zu anderen physikalischen Maßnahmen zur Wirkungssteigerung.
Leistung:
Aufbereitung der Packung je nach Art des Packungsmaterials.
Behandlung eines Körperteils oder mehrerer Körperteile entsprechend der Befunderhebung bei unterschiedlicher Lagerung.
Auftragen oder Anmodellieren der Packung am Körper des Patienten unter Beachtung des subjektiven Temperaturempfindens des Patienten.
Umhüllen mit Plastikfolie, Leintuch sowie Wolldecke.
Ggf. Anlage von kühlen Kompressen auf die Stirn und die linke Brust bei Beengungsgefühlen, ggf. leichte Lösung der Packung in der Brustregion.
Überwachung des Patienten.
Mindestbehandlungsdauer:
20 Minuten inklusive der Vor- und Nachbreitungszeit