Krankengymnastik

Definition laut Anlage 1a zu den Rahmenempfehlungen nach § 125 Abs. 1 SGB V vom 1. August 2001 in der Fassung vom 1. Juni 2006
Krankengymnastik umfasst alle Behandlungsmethoden und -techniken unter Berücksichtigung unter neurophysiologischen Kontrollmechanismen am Bewegungssystem einerseits sowie der funktionellen Steuerungsmechanismen der Organsysteme andererseits, mit bewusster Ausnutzung der vorhandenen Bahnungs- und Hemmungsmechanismen des Nervensystems, zur Förderung der sensomotorischen Funktionen.
Therapeutische Wirkung:
Verbesserung der Funktion funktionsgestörter Gelenke.
Aktivierung und Kräftigung geschwächter Muskulatur.
Dehnung verkürzter Weichteilstrukturen.
Wiederherstellung des Muskelgleichgewichtes.
Durchblutungsförderung und Entstauung.
Wirkung auf Herz-Kreislaufsystem, Atmung und Stoffwechselsystem.
Leistung:
Behandlung einzelner oder mehrerer Körperteile entsprechend dem individuell erstellten Behandlungsplan.
Behandlung von Organfunktionen (z. B. Atemtherapie).
Behandlung ggf. unter Anwendung von Geräten (z. B. auch Seilzug- und Sequenztrainingsgeräten).
Anwendung von Massagetechniken im Rahmen der lokalen Beeinflussung von im Behandlungsgebiet als vorbereitende oder ergänzende Maßnahme der krankengymnastischen Behandlung.
Ergänzende Beratung im Bezug auf das Krankheitsbild und die Aktivitäten des täglichen Lebens mit bestmöglicher Erarbeitung und Beherrschung ökonomischer Bewegungsabläufe.
Mindestbehandlungsdauer:
15 Minuten inklusive der Vor- und Nachbreitungszeit